Auszeit 2019, Südinsel

„They are us.“

Renate Kraft

Renate Kraft

Christchurch

Mit dem Satz „They are us.“ wurde gestern die neuseeländische Premierministerin zitiert. Damit drückte sie nicht nur die Solidarität und das Mitgefühl der Leute hier für die moslemischen Opfer des Terroranschlags aus, sondern auch, dass die Neuseeländer ihn als Anschlag auf ihr Land als Ganzes verstehen. Die Betroffenheit hier, in einem Land, wo jeder Rassismus so weit weg zu sein schien, ist riesig. Ich habe gestern die Reportagen aus Christchurch im Fernsehen gesehen, und die Reporter hatten Tränen in den Augen. Mir tut es unendlich leid für das Land und die tapfere Stadt Christchurch, die gerade erst dabei ist, sich so richtig vom Erdbeben zu erholen.

Aber es geht weiter. Morgen auch für mich. Ich habe meine Pläne mal wieder geändert und werde nun doch nicht direkt nach Auckland fahren, wo ich eigentlich meine letzte Woche verbringen wollte. Die Großstadt lockt mich einfach nicht und irgendwie war auch niemand, mit dem ich unterwegs gesprochen habe, von Auckland begeistert. Ich werde stattdessen mit Joe an einem schönen Strand ein ganzes Stück nördlich der Stadt campieren. Es sind die letzten paar Tage, und es steht schon fest, dass ich bei der nächsten Reise keinen Joe haben werde. Die kleinen Autos kriegt man momentan fast nachgeschmissen, und so habe ich mir für einen Appel und ein Ei einen PKW gemietet und will in Cabins auf Campingplätzen übernachten. Das ist die eindeutig günstigste Variante. Ein bisschen schade, weil Joe ein wirklich guter Reisebegleiter war, aber er ist halt einfach zu teuer…

Na ja, kann sein, dass ich in der kommenden Woche mal wieder kein Internet habe. „No worries“ – bei mir ist alles im Lack!

Bereit zur Abschiedstour mit Joe
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