Spanien

Farbenfrohes Hafenstädchen Gran Tarajal

Renate Kraft

Renate Kraft

Abseits der Touristenströme auf Fuerteventura.

Gran Tarajal ist einer der unbekannteren Orte auf Fuerteventura. Touristen verschlägt es selten hierher. Die kleine Stadt an der Ostküste ist so richtig schön kanarisch. Gran Tarajal hat richtig viel Charme und lohnt auf jeden Fall einen Tagesausflug.

Hin und weg von Gran Tarajal Fuerteventura

Clownfigur am Strand von Gran Tarajal

Hinzukommen ist ganz einfach, auch ohne Mietwagen. Ich habe auch keinen, weil die Preise gerade richtig unverschämt hoch sind. Deshalb erkunde ich Fuerteventura mit den guten und sehr preisgünstigen Linienbussen. An der Ostküste verkehrt zum Beispiel die Linie 1. Damit kommst Du so ziemlich überall gut hin. Wochentags fährt der Bus so etwa alle halbe Stunde. In Gran Tarajal fährtst Du am besten bis zum Busbahnhof. Von da aus gehst Du immer bergab bis zum Meer. Du läufst in etwa zehn Minuten.

Buntes Treiben an der Strandpromenade

Strandpromenade von Gran Tarajal Fuerteventura

Du landest automatisch an der Avenida Paco Hierro, der lebendigen und farbenfrohen Strandpromenade von Gran Tarajal. Hier gibt es jede Menge nette kleine Cafés und Restaurants, denen man wirklich nur schwer widerstehen kann. Denn wenn Du Dich hier niederlässt, kannst Du das bunte Treiben wunderbar beobachten. Zugleich sitzt Du an der Playa de Gran Tarajal. Die ist superschön, finde ich. Aber der Sand ist dunkel, was die meisten Touristen wohl eher nicht so mögen. Ich schon. Für mich ist es eine schöne Abwechslung zu meinen heißgeliebten Ostseestränden. Der schönste Abschnitt der Promenade ist ein kleiner Platz mit besonders vielen kleinen Bars und mit Schatten spendenden Bäumen und Bänken zum Verweilen.

Blick auf Strand und Promenade

Fassadenmalerei in Gran Tarajal Fuerteventura

Überall im Ort findest Du übrigens bunte Malereien an den Fassaden. Das ist eine Besonderheit in Gran Tarajal. Da wird der Stadtbummel zum Besuch eines Freilichtmuseums. Die Wandgemälde machen aus den manchmal eher tristen Fassaden der viereckigen Häuser kleine Kunstwerke. Schon deshalb macht ein Rundgang hier so richtig Spaß. Du weißt nie, was hinter der nächsten Ecke an der Wand auf Dich wartet. Aber auch die vielen kleinen Geschäfte sind durchaus einladend. Fahr am besten an einem Wochentag nach Gran Tarajal, wenn die Geschäfte offen sind. Aber nicht um die Mittagszeit, denn dann ist Siesta.:-)

Der Stadt mit ihren etwas über 7000 Einwohnern hat übrigens die Tamariske ihren Namen gegeben. Im Gegensatz zu den zahlreichen Palmen, die erst zu Anfang des vorigen Jahrhunderts gepflanzt wurden, ist die Tamariske hier zu Hause. Allerdings gibt es auch eine kanarische Palme. Die vermischt sich mit der hierher gebrachten Dattelpalme und ist auch nur schwer davon zu unterscheiden.

Rundgang durch den Hafen

Viele Bewohner von Gran Tarajal haben auf die eine oder andere Art mit dem Hafen zu tun. Entweder weil sie im Fischfang arbeiten oder weil sie schickes Bötchen dort liegen haben. Jedenfalls ist der Hafen größer, als man für dieses kleine Städtchen vermuten würde. Ein Rundgang hier macht Spaß. Ich habe selten so viele Fische in einem Hafenbecken gesehen. Und der Hafen ist sogar groß genug, dass Kreuzfahrtschiffe hier landen können. Im Jahr 2018 hat das sogar mal eins getan. Das war’s dann aber auch. Normalerweise fahren die großen Dampfer die Inselhauptstadt Puerto del Rosario an. Eigentlich doof, denn hier ist es viel schöner.

Schöner Urlaubsort Tarajalejo

Für mich war der Weg nach Gran Tarajal kurz – nur ein wenige Stationen mit dem Bus. Ich wohne nämlich in Tarajalejo, nur ein paar Kilometer südlich von Gran Tarajal. Tarajalejo ist ein sehr nettes kleines Dorf direkt am Meer mit nur einem einzigen sehr schönen Hotel. Entsprechend geht es recht ruhig zu. Für mich ein idealer Ort, um meine Zeit auf Fuerteventura zu genießen. Ich kann diese Ecke der Insel nur wärmstens als Ferienort empfehlen. Keine Menschenmassen und trotzdem sehr schön und günstig gelegen. Der Strand von Tarajalejo ist zum Baden allerdings nur bedingt geeignet, da er felsig ist. Und dunkelsandig ist er auch – nicht jedermanns Sache. Wer die berühmten hellen Sandstrände Fuerteventuras nicht missen möchte, der ist zum Beispiel in Costa Calma sich besser aufgehoben.

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9 Comments

  1. Liebe Renate,

    Urlaub auf Fuerteventura würde ich gern mal machen. Bis lang kenne ich von den Kanaren nur Gran Canaria und Teneriffa. Wobei es bei letzterer Insel auch schwarzen Sand gibt und ich fand das faszinierend. Würde mich also auf Fuerteventura nicht stören. Super ist auch, dass es gar nicht so schwer ist nach Gran Tarajal zu gelangen. Klasse Tipp, ist notiert.

    Liebe Grüße
    Mo

    1. Die Insel ist wunderbar. Mir gefällt sie deutlich besser als Teneriffa oder Gran Canaria. Auch empfehlen kann ich die Nachbarin Lanzarote.:-)

  2. Liebe Renate,
    Gran Tarajal sieht wirklich beschaulich aus. So, als könnte es einen so richtig entschleunigen. Das Treiben am Hafen beobachten, durch den farbenprächtigen Ort mit seinen ungewöhnlichen Malereien schlendern und am spannenden schwarzen Strand spazieren gehen. Klingt fantastisch. Nur zum Baden mit Kind müsste ich dann eine andere Ecke finden.
    Danke für den Tipp.
    Herzliche Grüße
    Anja von STADT LAND WELTentdecker

    1. Genau so habe ich das Städtchen empfunden. Zum Baden mit Kind eignet sich Costa Calma sehr gut. Das war der Beitrag vor diesem.:-)

  3. Der dunkle Strandsand würde mich nicht stören, ich bin eh nicht so der Strandtyp! Dagegen mag ich Orte gern, die nicht so überlaufen von Touristen sind! Scheint ein perfektes Fleckchen zu sein! Ich kannte Gran Tarajal und das kleine Dörfchen, in dem du warst, vorher nicht, aber die tollen Fassadenmalereien haben mir gefallen! Die machen einen Ort auch besonders!

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Dann bist Du in dieser Ecke von Fuerteventura richtig. Es gibt hier schon sehr touristische Gegenden, die Dir wohl dann eher nicht gefallen. Ich fühle mich hier pudelwohl. Ist klasse hier.

  4. Liebe Renate,
    Da stellst du uns ja einen tollen Fleck Sommer vor. Kaum zu glauben, dass wir kürzlich im kühlen Hannover Winter saßen 😉 Finde ich cool, dass du keinen Mietwagen hast. Mit ÖPNV lernt man ein Land, oder in dem Fall eine Insel, nochmal ganz anders kennen.
    Liebe Grüße von Miriam von Nordkap nach Südkap

    1. Ich hab den Luxus, 3 Wochen Zeit zu haben. Da ist ein Mietwagen echt nicht nötig. Die sind aktuell auch viel zu teuer hier. Mit dem Bus geht es prima. Man braucht nur etwas mehr Zeit. Dafür weniger Geld.:-) Das kühle Hannover war anders, aber durchaus auch sehr schön…

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