Irland

Meine Lieblingsorte in West Cork

Renate Kraft

Renate Kraft

Sommerliche Tour in Irlands Süden

Normalerweise regnet es bekanntlich viel in Irland, auch im nicht sehr sonnigen Süden. Aber ich hatte Glück in diesem herrlichen Sommer. Nur bei meiner Ankunft regnete es einen ganzen Tag wie aus Eimern. Danach war es fast nur trocken, ein seltener Glücksfall. So konnte ich die herrliche Gegend von West Cork in vollen Zügen genießen und möchte Dir erzählen, wo es mir am besten gefallen hat.

Hin und weg von West Cork

Clonakilty West Cork
Clonakilty


Eigentlich wäre ich gerne mit meinem kleinen Camper nach Irland gereist, aber die Fährpreise waren einfach irrwitzig hoch. Deshalb habe ich mich dann für einen Billigflug nach Dublin und einen Mietwagen entschieden. Dazu habe ich mir in der Nähe von Leap eine kleine Hütte gemietet, von der aus ich dann den irischen Süden unsicher gemacht habe. Super war, dass in der Nähe liebe Freunde von mir wohnen, die mir einige besonders schöne Plätzchen gezeigt haben.

In und um Clonakilty in West Cork

Clonakilty Black Pudding
Clonakilty Black and White Pudding
Inchydoney
Inchydoney



Clonakilty ist eine gemütliche, farbenfrohe Kleinstadt, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Ein Spaziergang durch das bunte Zentrum macht wirklich Spaß, und jede Menge nette Cafés und Pubs gibt es auch. Ganz in der Nähe befindet sich, eine kurze Autofahrt an der Bucht entlang entfernt, der zweigeteilte herrliche Sandstrand von Inchydoney. Hier kannst Du herrlich im feinen Sand spazieren und sogar gut baden. Allerdings ist das Wasser sehr flach. Du musst also ein Stück rauslaufen. Surfbretter leihen geht hier, eine nette Beach Bar habe ich ein bisschen vermisst. Dafür ist es aber auch nicht zu voll. Übrigens gibt es in der Gegend mehr schöne Sandstrände, als man so vermuten würde. Ich habe einige besucht, aber dieser war für meinen Geschmack der schönste. Ach so, eins noch zu Clonakilty: Hier wird die Spezialität der Gegend produziert. Das ist Black Pudding, so eine Art Blutwurst. In der Fabrik gibt es ein gutes Visitor Center. In einer Art Museum ist die Geschichte des Black Pudding dargestellt, bevor Du am Ende zur Kostprobe schreiten kannst. Mir hat’s gefallen.

Baltimore und Lake Hyne

Baltimore in West Cork
Baltimore



Etwa 30 Kilometer entfernt liegt mit Skibereen eine weitere hübsche Kleinstadt. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis nach Baltimore. Sich hier ein Plätzchen in einem der Cafés oberhalb des lebendigen Hafens zu suchen und die Seele baumeln zu lassen, ist eine hervorragende Idee. Besichtigen kannst Du das Baltimore Castle. Oder mit der Fähre nach Cape Clear Island fahren. Kannst Du, musst Du aber nicht. Du kannst auch einfach sitzen bleiben und genießen. So habe ich es gemacht.

Lake Hyne



Aber einen heißen Tipp habe ich: Schau Dir Baltimore von oben an! Das geht am besten vom in der Nähe gelegenen Lake Hyne aus, der übrigens eine sehr schöne kleine Badestelle hat und alleine schon einen Abstecher wert ist. Aber von hier aus führt ein guter Weg einen von unten harmlos aussehenden Berg rauf. Uff, der Aufstieg ist anstrengender als gedacht. Aber am Ende wirst Du von tollen Ausblicken über den See und das Meer und eben auch über Baltimore belohnt. Eines der Highlights meiner Reise.

Wildes West Cork am Mizen Head



Genauso wie die Fahrt nach Mizen Head, immer dem Wild Atlantic Way folgend gelangst Du zur Spitze einer Halbinsel. Steile Felsklippen und eine schroffe Landschaft mit Heide und Ginster beeindrucken hier. Am Kap solltest Du auf jeden Fall die Signalstation mit kleinem Museum besichtigen. Der Weg führt über eine wahrlich atemberaubende Brücke. Wahnsinnige Ausblicke garantiert! Danach hast Du Dir auf jeden Fall eine Erholungspause verdient. Einen supertollen Strand findest Du mit Barley Cove gleich um die Ecke. Oder Du setzt Dich in Crookhaven gemütlich an die Pier. Ich habe dort in einem Pub einen herrlichen Seafood Chowder gegessen.

Glengarriff und die Garteninsel



Auch eine gute Idee ist ein Besuch in Bantry, am besten freitags, denn dann findet hier ein großer Markt mit angeschlossenem schönem Flohmarkt statt. Bantry House, ein schickes Herrenhaus mit schickem Garten kann man besichtigen, allerdings nicht freitags. Deshalb bin ich noch ein Stückchen weiter nach Glengarriff gefahren. Diese Entscheidung war goldrichtig. Hier gibt es nämlich sensationell schöne Spazierwege am Wasser entlang zum so genannten Blue Hole. Eine wirklich superschöne Landschaft. Aber das Beste kommt erst noch, wenn Du mit der kleinen Fähre übersetzt zur Garteninsel Garinish Island. Denn während der Fahrt siehst Du mit allergrößter Wahrscheinlichkeit Seehunde aus allernächster Nähe. Ein schönes Erlebnis. Und der Garten, für den Du allerdings Eintritt zahlen musst, ist wunderschön. Ich habe den Besuch, der so gar nicht geplant war, sehr genossen.

Kinsale und Old Head of Kinsale



Ach, es gibt so viele tolle Ecken. Einen Ausflug nach Kinsale muss ich Dir aber auf jeden Fall noch empfehlen. Ja, der Ort ist ziemlich touristisch. Hier musst Du sogar fürs Parken bezahlen. Aber nach einem kleinen Rundgang durch das hübsche Zentrum würde ich Dir einen Spaziergang empfehlen.Etwas außerhalb am Pub The Spaniard fängt ein richtig toller Weg am Wasser entlang an, der Scilly Walk. Er führt Dich zum herrlich gelegenen Charles Fort. Der Weg ist das Ziel, auch wenn man das sternförmige Fort besichtigen kann. Aber die Ausblicke vom Weg aus kann es nicht toppen. Wundere Dich nicht, denn hier leben nich die Ärmsten der Armen.:-) Mehr über Kinsale kannst Du hier lesen.



Ganz in der Nähe von Kinsale liegt der Old Head of Kinsale am Ende einer Landzunge. Hier gibt es einen der alten und liebevoll restaurierten Signaltürme zu besichtigen, die es früher hier überall an der Küste gab. Sagenhafte Steilküsten gibt es auch zu bewundern. Bis zum Leuchtturm ganz an der Spitze darf man nicht, weil die Reichen ungestört Golf spielen wollen. Aber das macht fast nichts. Denn zu besichtigen ist hier auch ein wunderschöner kleiner Park zum Gedenken an den Dampfer Lusitania, der hier 1915 nach einem deutschen Torpedoangriff gesunken ist. Toller Ort. Und zuletzt, wenn Du schonmal in der Gegend bist: Vergiss nicht, einen Abstecher zur Timoleague Abbey zu machen. Die Ruine des alten Franziskanerklosters ist nicht nur herrlich gelegen, sondern sie strahlt auch eine ganz besondere, tolle Atmosphäre aus.

Timoleague Abbey
Timoleague Abbey



So, das soll als Irland-Appetitanreger mal genügen. In der Nähe ist auf der einen Seite die Stadt Cork, von der ich vielleicht ein anderes Mal erzähle. Oder Du fährst auf der anderen Seite ins County Kerry und besuchst den Killarney Nationalpark. Die Stadt Killarney und das bekannte Muckross House sind extrem touristisch, aber eine Fahrt durch den Nationalpark bleibt ein tolles Erlebnis. Ich jedenfalls war nach gut zwei Wochen sehr begeistert vom Süden Irlands und fahre hoffentlich bald wieder mal hin.

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2 Comments

  1. Das war ein toller Trip! Die Beschreibungen sind super und haben mich total neugierig gemacht auf diese wunderschönen Strände und Orte in Cork und Kerry. Die Idee mit dem Black Pudding im Visitor Center hat mich besonders gefallen. Wow, das klingt nach einer echten Entdeckungsreise!

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