Berlin/Potsdam

Im Optikpark Rathenow gibt’s was für die Augen

Renate Kraft

Renate Kraft

Farbenfrohes Havelland.

Im Optikpark Rathenow kann man eine ganze Menge lernen. Hier im Westhavelland war der Startpunkt der industriellen Produktion von Brillengläsern. Das Städtchen Rathenow hat die Optik so richtig nach vorne gebracht. Da lag es nahe, die Optik auch zum Thema der Landesgartenschau 2006 zu machen. Seitdem gibt es an der Havel den Optikpark mit viel Wissenswertem über Farben, optische Täuschungen, Fernrohre, Prismen und Farben. Vor allem aber ist es ein wunderschön angelegter Park zwischen Seen und der Havel.

Optikpark Rathenow

Warum Optik in Rathenow?

Zu verdanken ist Rathenows Ruhm rund um die Optik einem gewissen Pfarrer Johann Heinrich August Duncker. Anfang des 19. Jahrhunderts erfand der Mann eine Linsen-Vielschleifmaschine. Das war ein Meilenstein in der Geschichte der Optik. Und es ermöglichte letztlich, dass bezahlbare Brillen hergestellt werden konnten.

Altstadt Rathenow
Altstadt Rathenow

In der Altstadt von Rathenow

Auf der Altstadtinsel rund um St.-Marien-Andreas-Kirche gibt es einige hübsche Straßenzüge. Hier kannst Du auch das Geburtshaus des berühmten Pfarrers besichtigen. Oder auf den Kirchturm steigen, um Dir einen Überblick zu verschaffen. Angesichts von 36 Grad im Schatten habe ich das gelassen und bin lieber direkt zur Schwedendamminsel gelaufen. Ab in den Park.

Optikpark Rathenow

Floßfahrt im Optikpark Rathenow

Fünf Euro Eintritt kostet der Spaß. Aber die lohnen sich wirklich, nicht nur wegen der im Preis inbegriffenen Floßfahrt auf einem Altarm der Havel. Das solltest Du Dir nicht entgehen lassen. Vom Floß aus hast Du natürlich nochmal ganz andere Perspektiven als vom Ufer aus. Und es ist auch einfach nett, sich von den freundlichen Flößern des Parks herumschippern zu lassen. Als ich da war, war Niedrigwasser. Deshalb konnten wir leider nicht besonders weit hinein in den Altarm. Dafür fuhren wir ein Stück in die andere Richtung und hatten von der Havel aus einen schönen Blick auf eine alte Mühle und auf die Kirche.

Floßfahrt im Optikpark

Wenn Du wieder an Land bist, dann nimm Dir Zeit, um die farbige Blütenpracht zu genießen. Oder mach einen Spaziergang über die Steganlage auf dem großen Teich. Die sieht erstmal etwas komisch aus. Das ist aber kein Zufall. Denn sie ist dem Modell es Sonnensystems auf der Weltzeituhr in Berlin nachempfunden. Wirklich sehen kann man das nur aus der Luft. Aber hier helfen auch viele freundliche Parkmitarbeiter, die nicht mit Infos geizen.

Mühle an der Havel
Kirchturm von Rathenow

Das Superteleskop

So habe ich auch erfahren, dass Edwin Rolf, ein Bürger von Rathenow, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg das größte Brachymedialfernrohr der Welt baute. Das ist ein Teleskop, in dem sowohl Linsen als auch Spiegel eingesetzt sind. Das 13 Tonnen schwere technische Meisterwerk steht heute unter Denkmalschutz und mitten im Optikpark Rathenow.

Kunst im Optikpark

Wieder was gelernt. Und der Rest ist pure Entspannung. Du kannst zum Beispiel durch begehbare Farbräume auf dem Wasser wandeln, wo die leise Musik auch den letzten Stress vergessen lässt. Oder Du läufst an den vielen liebevoll gestalteten Blumenbeeten rund um die Farbpyramiden entlang. Natürlich gibt’s auch ein nettes Café und gleich mehrere Spielplätze für die Kurzen.

Optikpark Rathenow

So farbenfroh ist der Optikpark Rathenow, weil das Motto der Landesgartenschau 2006 „Den Farben auf der Spur“ war. Mit einer halben Million Besuchern war die Veranstaltung eine der erfolgreichsten in Brandenburg. Aus diesem Grund beschlossen die Rathenower, ihren Park auch danach weiter zu hegen und zu pflegen. Der Optikpark war geboren. Im Jahr 2015 er dann sogar noch einmal gemeinsam mit anderen Veranstaltern in der Region Teil der Bundesgartenschau.

Übrigens gibt es in Brandenburg außer Berlin und Potsdam so viel mehr zu entdecken. Warst Du zum Beispiel schon mal im Kloster Lehnin?

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