Fotografie, Neuseeland, Reise, Südinsel

Moeraki Boulders Neuseeland – viel mehr als runde Steine

Renate Kraft

Renate Kraft

Die Gegend um Moeraki ist bekannt für die Moeraki Boulders, diese berühmten runden Felsen am Strand. Man sieht sie auf unzähligen Neuseeland-Fotos. Natürlich wollte auch ich mir das gerne aus der Nähe anschauen. Aber dann habe ich entdeckt, dass Moeraki Village, das gleich um die Ecke liegt, ein wahres kleines Paradies ist. Drei Tage bin ich geblieben und habe mich einfach sauwohl gefühlt.

Eine Cabin zum Träumen

Gewohnt habe ich im Moeraki Village Holiday Park. Meine Cabin war wirklich günstig und hatte sogar eine kleine Küche. Von meinem Tisch, an dem ich Fotos bearbeitete, hatte ich einen tollen Blick über die ganze Bucht. Es war wunderschön. Diese Campsite, wo man auch in Motel-Units (teurer) übernachten kann, kann ich nur wärmstens empfehlen. Allerdings sind die Stellplätze zum Teil ziemlich eng. Mit einer Cabin ist man hier auf jeden Fall besser bedient.

Moeraki Boulders Neuseeland

Wie gesagt – nur ein paar Kilometer entfernt sind die berühmten Moeraki Boulders Neuseeland. Das sind kreisrunde Felsen am Strand. Es sieht aus, als hätte jemand große Bälle ins Wasser geschmissen. Geformt wurden diese Felsen von den Wellen, die sie im Laufe einer langen Zeit aus den Uferfelsen herausgelöst haben. Die Uferböschung besteht aus einer ziemlich weichen Mischung aus Kalk und Ton. Die großen Felsen entstanden durch einen Prozess, der Konkretion heißt. Muss man vielleicht nicht unbedingt verstehen. Ich verstehe es jedenfalls nicht so ganz. Auf jeden Fall ist es ein organischer Prozess, wie er im Kleinen auch bei der Entstehung von Perlen passiert. Jedenfalls liegen diese Felsen sehr fotogen am Strand.

Natürlich ist eine Menge los bei den Boulders. Es wimmelt von Asiaten mit Selfiesticks. Aber wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt, dann kann man an diesem Spot großartig fotografieren. Ich habe mich hier intensiv mit Stativ und Graufilter ausgetobt und hatte sehr viel Spaß daran.

Das Dorf Moeraki

Aber zurück zum Dorf Moeraki. Es ist ein wundervoll idyllischer kleiner Ort mit einem Fischerhafen. Dort steht eine traumhafte Fischbude, wo Du für wenig Geld ganz frischen Fisch quasi direkt vom Kutter bekommst. Ich habe Scholle gegessen – ein Gedicht. Die halbe Portion Fritten dazu hätte für mindestens vier Leute gereicht. Wer es nobler mag, kann auch sehr gediegen in tollem Ambiente in einer alten Walfangstation dinieren. Fleurs Place heißt der Laden, und alle, mit denen ich gesprochen habe, waren ziemlich begeistert. Die Köchin dort soll sehr bekannt sein. Hat natürlich seinen Preis…

Etwas südlich von Moeraki gibt es eine zweite Sensation neben den Boulders gleich um die Ecke. Ein Sträßchen zweigt vom State Highway 1 Richtung Shag Point ab. Es sind gerade mal drei Kilometer bis zu einem Parkplatz. Und da liegen dann die Seebären quasi direkt vor Deiner Nase. Einen besseren Spot habe ich bisher nicht gefunden. Und es ist recht ruhig an diesem Fleckchen. Die Massen haben den Ort offenbar noch nicht entdeckt. Sonst wären die Seebären wahrscheinlich auch bald weg. Hier baden sie in natürlichen Felsenpools oder räkeln sich in der Sonne. Traumhafter Anblick!

Seebären am Shag Point

Ich war drei Nächte in Moeraki. Es war toll. Ich wäre sogar gerne noch länger geblieben. Es ist definitiv ein Fehler, hier durchzubrettern, bei den Boulders kurz auszusteigen und weiterzufahren. Der „Boulder-Strand“ ist auch bestens für einen Strandspaziergang geeignet. Und am Strand von Moeraki Village, direkt gegenüber vom Holiday Park, habe ich herrlich gebadet. Tolle Ecke!

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8 Comments

  1. Hi Renate!
    Die Gegend um die Moeraki Boulders fand ich auch richtig gemütlich! Wir haben am Tag vorher in Gore geschlafen, auf einem ‚Campingplatz‘ der auf einem alten Rugbyfeld ist. Geduscht wurde in den ‚Referee Showers‘, haha. Die Boulders selbst waren ganz lustig, bei uns waren gar nicht mal soooo arg viele Touristen gerade da. Ich wollte auch unbedingt nochmal bei Sonnenaufgang kommen, da waren wir eigentlich ganz alleine 😀

    Wir waren beim Katiki Point und haben dort sogar Pinguine gesehen 🙂

    Falls dich unser Beitrag interessiert: https://miles-and-shores.com/moeraki-boulders-katiki-point/

    Alles Liebe,
    Christina von https://miles-and-shores.com

    1. Hallo Christina, spannend zu lesen, wie Du die Gegend erlebt hast! Ist ja bei jedem immer ein bisschen anders. Danke für den Link! LG Renate

  2. Am Liebsten würde ich mich jetzt gerne auf einen der Felsen setzen und aufs Meer hinausschauen… solche Momente fehlen mir so sehr! Ich setze mich halt morgen mal an den Rhein 😉 Danke für die tollen Bilder und Eindrücke, diese Felsen sind etwas Besonderes.

    Lieben Gruß, Bea.

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