Deutschland

Sehenswürdigkeiten Wiesbaden – meine persönlichen Highlights

Renate Kraft

Renate Kraft

Nach Wiesbaden bin ich gefahren, als es noch schön warm war. Ende August habe ich mir dort die Wiesbadener Fototage angeschaut. Das hat mich wieder für die analoge Fotografie begeistert. Ich war nie zuvor in Wiesbaden und bin komplett ohne Erwartungen hingefahren. Nur um mir Fotos anzuschauen. Aber auch die Sehenswürdigkeiten von Wiesbaden haben mir gut gefallen. Also möchte ich Euch auch hier meine persönlichen Highlights kurz vorstellen.

Wiesbadener Fototage

Das Highlight schlechthin waren natürlich die Fototage, die mich zu diesem Wochenendtrip inspiriert haben. An fünf Standorten gab es richtig tolle Fotoausstellungen zu sehen. Und das alles bei freiem Eintritt. Das Motto war „Grenzgang Fotokunst“. 57 Fotografinnen und Fotografen präsentierten in Wiesbaden ihre Arbeiten. Schwerpunktthemen waren Fotografie aus Finnland und blinde Fotografen. Die ausgestellten Bilderserien waren häufig sehr experimentell. Für mich genau das Richtige. Ich kann einen Besuch der Wiesbadener Fototage echt empfehlen. Sie finden jedes Jahr etwa um die gleiche Zeit statt.

Im Herz von Wiesbaden

Kurhaus Wiesbaden

Natürlich habe ich das Wochenende aber auch genutzt, um mir die schöne Stadt anzuschauen. An erster Stelle der Sehenswürdigkeiten Wiesbadens ist auf jeden Fall das prachtvolle Kurhaus zu nennen. Hier gibt’s eine Spielbank, aber das hat mich nicht weiter interessiert. Aber sowohl die Außenlagen mit Park und kleinem See als auch das tolle Gebäude von innen muss man sich einfach anschauen. Gleich hinter dem Kurhaus gibt es übrigens einen wirklich schönen Biergarten.

Taunusstraße in Wiesbaden

Die Prachtstraße von Wiesbaden ist die Wilhelmstraße. Die Wiesbadener nennen sie schlicht Rue, wahrscheinlich weil sie ein bisschen an einen Boulevard in Paris erinnert. Ein Spaziergang hier ist schon echt beeindruckend. Gleich um die Ecke gibt es eine weitere interessante Straße – die Taunusstraße. Hier sind Fans von Antiquitäten goldrichtig. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Antiquitätenläden auf einen Haufen gesehen. Und zwischendrin findet man echt nette Cafés und Kneipen, in denen man bestens pausieren kann. Hier lohnt auf jeden Fall auch ein Blick in die eine oder andere Nebenstraße, denn es gibt richtig viel zu entdecken.

Kochbrunnen in Wiesbaden

Der Kochbrunnen am Kranzplatz spuckt Tag und Nacht 67 Grad heißes Mineralwasser, das ausgesprochen gesund sein soll. Vorsicht, das Wasser ist echt heiß und man kann sich leichter die Zunge verbrennen, als man denkt. Hier war früher das Zentrum des Kurbetriebs und drumherum standen die tollsten edlen Kurhotels. Etwas mehr als nur ein bisschen von der Pracht des vorletzten Jahrhunderts ist in Wiesbaden durchaus noch bis heute sichtbar. Ich habe während meines Aufenthalts auch eine kleine Stadtrundfahrt gemacht und bekam wirklich tolle alte Villen zu Gesicht.

Sehenswürdigkeiten Wiesbaden – Kurpark und Neroberg

Auf jeden Fall einen Ausflug wert ist der Wiesbadener Neroberg. Das Schöne ist, dass man ihn nicht hochkraxeln muss. Seit 1888 nämlich fährt hier eine Wasserballastbahn, die heute als technisches Kulturerbe gilt. Sie fährt mit Wasserkraft und ist schon deshalb ein Erlebnis. Und oben auf dem Berg gibt es außer einem schönen Blick über die Stadt so einiges zu entdecken. Toll ist auf jeden Fall im Sommer das Opelbad. Zu jeder Jahreszeit interessant ist die schöne russische Kirche mit fünf vergoldeten Zwiebelkuppeln.

Nerobergbahn Wiesbaden

Der Kurpark gehört zweifellos zu den besten Sehenswürdigkeiten von Wiesbaden. Er ist sehr sehr langgezogen, und man kann herrlich darin spazieren gehen. Ich bin einmal ganz durchgelaufen bis zu dem Dörfchen Sonnenberg. Dort bin ich zur alten Burgruine hochgelaufen (keine Sorge, ist nicht sehr weit). Leider wurde da gerade restauriert, aber normalerweise gibt’s im Innenhof ein sehr tolles Ausflugslokal, habe ich mir sagen lassen. Aber auch sonst ist der kleine Ort mit der alten Stadtmauer recht hübsch.

Das Wochenende in Wiesbaden war wunderschön und hat mir viel mehr gebracht als nur interessante Fotoausstellungen. Die Stadt ist unbedingt einen Besuch wert wie so viele andere Orte in Deutschland auch. Ich habe in der Moritzstraße ziemlich zentral gewohnt. In dieser Gegend haben mich die vielen wunderschönen Balkone von Wiesbaden besonders beeindruckt und zum Fotografieren animiert.

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14 Comments

  1. Huch! Da erwarte ich zahlreiche Tipps für die Sehenswürdigkeiten und bekomme nur den Kurpark und den Nero-Berg! War etwas überrascht, dass ich so schnell am Ende des Artikels war. Da ich Wiesbaden kenne, weiß ich, dass es dort noch sehr viel mehr zu sehen gibt.
    Beste Grüße
    Ulrike

    1. Ganz sicher gibts da mehr zu sehen. Das sind die persönlichen Highlights eines Wochenendes, das ich zum großen Teil in Fotoausstellungen verbracht habe. So steht’s ja auch da. Aber vielleicht fahr ich bald mal wieder hin. Wenn Du also Tipps hast. Gerne her damit…
      Viele Grüße, Renate

  2. Ich habe mir auch nie Gedanken gemacht, was man in Wiesbaden wohl anschauen könnte. Stammt das Wasser aus dem Kochbrunnen aus einer natürlich heißen Quelle oder wird es künstlich erhitzt? Wie genau eine Wasserbalastbahn jetzt funktionieren soll muss ich auch mal nachlesen, den Begriff habe ich noch nie gehört.

  3. Liebe Renate,

    in Wiesbaden war ich bisher noch nicht. Aber es ist eine Stadt, die schon auf meiner Reiseliste steht.
    Ich wusste gar nicht, dass dort die Fototage stattfinden. Ist das jedes Jahr dort? Dann würde ich die Reise nach Wiesbaden zu der Zeit legen.

    Liebe Grüße,
    Mo

  4. Huhu,

    die Außenanlagen mit dem Wasser finde ich sehr schön! Lädt zum träumen und spazieren ein.

    Hatte auf noch mehr tolle Ideen gehofft, aber du wolltest uns ja schließlich die Highlights zeigen! 🙂

    LG
    Steffi

  5. Komisch. Wenn man die Wahl zwischen Mainz und Wiesbaden hat und genau dazwischen wohnt, entscheidet man sich fast immer für Mainz.
    Wiesbaden hat schöne Ecken, aber für eine Landeshauptstadt finde ich sie als Einwohnerin doch recht „runtergekommen“. Die vielen Baustellen, die maroden Straßen…Wiesbaden macht wohl nur denen Spaß, die nicht täglich damit zu tun haben.
    Besonders sehenwert ist jedenfalls die russisch-orthodoxe Kirche auf dem Neroberg. Eine Fahrt mit der Thermine (diese kleinen „Züge“, die es in vielen Städten gibt) zeigt die sehenswertesten Orte der Innenstadt.
    Ein Abstecher nach Wiesbaden-Biebrich zum Schloss und -garten lohnt sich. Das steht direkt am Rhein und ist imposant.

    LG Liane

    1. Ja, komisch. Ich wohne zwar nicht dort, aber auch ich war schon ein paar Mal in Mainz, aber vorher noch nie in Wiesbaden. Mich hat die Stadt ausgesprochen positiv überrascht. Und Baustellen? Wenn man die Kölner Region gewohnt ist, fallen einem die gar nicht auf.:-) Nächstes Mal fahre ich nach Biebrich. Die Zeit war diesmal zu knapp.

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